VERTRAUEN ZURÜCK GEWINNEN

April 29, 2020

 

NAMASTE,

 

wie können wir verlorenes Vertrauen wieder gewinnen? Das Vertrauen zu uns selbst, in unsere Gefühle und Taten aber auch das Vertrauen zu Anderen und das Vertrauen an das große Abenteuer Leben an sich.

 

Wann immer wir unser Vertrauen verlieren, sei es durch unvorhergesehene äußere Begebenheiten, wie z.B. die Corona Krise oder durch eine Krankheit oder einen unvorhergesehenen Verlust – leiden wir, da wir mit einer neuen schwierigen Situation konfrontiert werden, die unserem Verständnis entgleitet. Unser Verstand reagiert darauf dann gerne mit Sätzen wie: „Wie soll ich das bloß schaffen?“, „Ich kann das nicht. Ich kann nicht mehr.“, oder "Ich will das alles nicht“ - d.h. wir resignieren, weil etwas nicht so in unserem Leben läuft, wie das der Kontrolle liebende Verstand und unser Welt gebundenes Ego gerne gehabt hätten. Demotivierende Gedankenmuster nehmen uns als Folge die Kraft, diese Situation trotzdem zu meistern. Oftmals geben wir dann zu schnell auf und isolieren uns mit diesen negativen Gedanken.

 

Um unser Vertrauen wieder zurück zu gewinnen, bedarf es zum einen unserer inneren Widerstandskraft, um negative Gedanken und Muster zu erkennen und los zulassen, sowie der Fähigkeit des Annehmens mit einer großen Portion Demut und Hingabe.

 

Aus meiner eigenen Erfahrung gibt es 3 Ebenen, mit denen wir unser Vertrauen wieder zurück gewinnen können:

 

ॐ1 unseren KÖRPER einem heilsamem Übungsweg anvertrauen, z.B. Yoga Asana, Pranayama, bewegte Meditation

ॐ2 Achtsame GEDANKEN im Alltag kultivieren

ॐ3 das Vertrauen in unsere INTUITION mit Hilfe der Natur wiederfinden

 

Am besten werden wir gleichzeitig auf allen 3 Ebenen, also körperlich, geistig und seelisch aktiv. Im Folgenden möchte ich dir dazu jeweils eine Übung vorstellen:

 

1. Körperliche Praxis: DIE ACHTFACHE NIEDERWERFUNG.

 

Die Achtfache Niederwerfung kommt aus dem tibetischen Buddhismus. Sie ist keine klassische Yogaübung, ich nenne sie daher lieber ein Demuts Gebet, ein Gebet der Hingabe. Ihr ursprünglicher Sinn und Zweck ist die Anerkennung und Wertschätzung der Buddhas und Bodhisattvas, der erleuchteten Meister, die die Menschen in Tibet vom Leiden (erzeugt durch Hass, Gier und Unwissenheit) befreiten.

Mit dieser körperliche Geste der Niederwerfung, bei der nacheinander die 8 Punkte des Körpers: Füße, Hände, Knie, Brust und Stirn den Boden berühren, erkennen wir demütig unser Leiden an, aber gleichsam vertrauen wir uns der Weisheit der Buddhas an, mit deren Hilfe wir unsere negativen Gedankenmuster ebenfalls niederlegen.

Wie mein geschätzter Lehrer Reinhold, verbinde ich die achtfache Niederwerfung mit dem Mantra OM MANI PADME HUM, was übersetzt bedeutet: "Das Schneejuwel im Lotus" oder für das westliche Verständnis übersetzt: „Das Erwachen der Buddha-Natur im Menschen“.

 

Der Lotus steht hierbei für das sterbliche, irdische menschliche, der als Samen unter der Wasseroblerfläche, fern dem Himmel in den Tiefen des schlammigen Untergrunds verweilt bis er sich im Laufe seines Lebens dem Licht des Himmels (dem Göttlichen) zu wendet und über seine irdischen Begrenzungen - sinnbildlich über die Wasseroberfläche -  hinaus wächst und somit zu den höheren Bewusstseinskräften der Buddha-Natur erwacht. 

 

Und das passt wundervoll zu dieser Praxis, denn nach dem inneren Annehmen und bewussten Niederlegen aller undienlichen Gedanken in uns, VERTRAUEN wir uns über das Mantra der Buddha Natur an, also auch den Bewusstseinskräften Buddhas, die uns dabei helfen unser Vertrauen wieder zu erlangen: das Mitgefühl, die Liebe, der Mut, die Kraft und innere Gelassenheit – alles was wir in diesem Moment brauchen und worum wir bitten.

 

>> unter YOGAVIDEOS findest du auf meiner Seite eine Anleitung zur Achtfachen Niederwerfung im Video "VERTRAUEN"

 

2. Achtsamkeit der Gedanken im Alltag: 

 

Eine der wichtigsten und zugegeben auch herausforderndsten Übungen. Es geht darum, negative Gedankenmuster schon beim ersten Aufkeimen in unserem Kopf zu erkennen und SOFORT abzuweisen. Es geht dabei NICHT darum, diese Gefühle oder Gedanken zu verdrängen, sondern sich bewusst zu machen, dass unsere wahre Natur frei ist von Ängsten, Zweifeln, Begierde usw.

Ein Beispiel: Angenommen du fühlst dich schnell überfordert und verlierst deshalb all zu schnell das Vertrauen in deine Fähigkeiten. Dann liegt das vielleicht daran, dass du dir nicht Mal die Chance einräumst, es zu schaffen, weil du Angst hast es könnte dich überfordern oder überanstrengen (eine gespeicherte Erfahrung aus deinem oder dem Leben einer nahe stehenden Person, die seither dein Verhalten bestimmt). Die Wahrheit aber ist, sobald du dir bewusst machst, dass dieses Gefühl von Angst, Überforderung usw. URSPRÜNGLICH NICHT ZU DIR GEHÖRT, fühlst du dich augenblicklich mutiger. Deshalb sage dir jedes Mal, wenn du solche Gedankenmuster bemerkst 3 Mal mit Bestimmtheit:

 

>> ICH BIN NICHT DIESE GEDANKEN - ICH BIN NICHT DIESE EMOTIONEN - Diese Gedanken und Emotionen gehören NICHT zu mir.

 

Darauf folgt noch eine Ausrichtung auf die Bewusstseinskräfte, die du brauchst:

 

>> ICH VERTRAUE AUF MEINE INTUITION UND MEINE KRAFT, ICH VERTRAUE AUF MEINE INNERE GELASSENHEIT UND DIE VERBINDUNG ZU MEINEM HÖHEREN SELBST (gemeint ist der göttliche Teil in dir, der stets verbunden ist mit den guten Kräften des Universums und des Himmels).

 

3. Das Vertrauen in unsere Intuition mit Hilfe der Natur schulen

 

Meine persönliche Erste-Hilfe-Maßnahme für kleine und große Krisen ist ein bewusster Spaziergang in der Natur, bei dem ich verwirrende Gedanken loswerde und mich mit der Stimme meiner Seele, meiner Intuition, verbinde.

Durch das aufmerksame Beobachten der Tiere und Pflanzen, erhalten wir ihre heilenden Botschaften, Dabei üben wir uns darin uns während des gesamten Spaziergangs immer wieder auf DAS HIER UND JETZT MIT ALLEN SINNEN zu fokussieren und die kreisenden Gedanken liebevoll los zulassen. Es wirkt wunderbar heilsam das rege Treiben in der Natur zu beobachten, welches uns lehrt was für ein kleiner Teil wir doch vom großen Ganzen sind und das ganz gleich welch verwirrenden Gedanken sich gerade noch im Kopf befanden, das Leben nimmt seinen Lauf und es liegt an uns selbst, sich bewusst dafür zu entscheiden, der inneren Stimme zu folgen und deinen Weg weiter zu gehen.

Dieses Lernen von der Natur ist ein sehr subtiler und intuitiver Vorgang, der unsere Sinne schult, unsere Gedanken auf wunderbare Weise erhellt und uns wieder Vertrauen in unsere Intuition schenkt.  Mit der Zeit wirst du erstaunliche Dinge bemerken, die dir sofort wieder Kraft und Vertrauen in dieses Leben schenken. Jederzeit kannst du die Kräfte der Natur auch um Unterstützung bitten. 

 

Ich wünsche dir viel Freude bei dieser Praxis und viel Vertrauen in deine eigenen Kräfte.

 

ॐ Kjersti ♥

 

 

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